Fake-Influencer: Geld verdienen mit gekauften Likes und Followern?

Tausende Likes in zwei Minuten, tausende Follower, die aber nie kommentieren – wie kann das sein? Influencer bekommen für ihre Reichweite in den sozialen Netzwerken oft Werbeverträge angeboten. Doch was, wenn die Reichweite gar nicht echt, sondern gekauft ist?

1Live-Reporter Frederik Fleig wagt für #WDR360 das Experiment: Er will Fake-Influencer werden. Mit 200 € kauft er Follower, Likes und einen Bot, und hofft, mit dieser neuen „Reichweite“ innerhalb eines Monats genügend Unternehmenskooperationen angeboten zu bekommen, um seine Investition wieder wettzumachen.

Lohnt es sich, Fake-Influencer zu werden?

Die erstaunliche Bilanz aus einem Monat als Fake-Influencer: 23.100 Follower und 15 Kooperationszusagen mit einem Gesamtwert von 2.900 €.

Wer jetzt allerdings denkt, das Geschäft als Fake-Influencer sei eine sichere Sache, sei gewarnt: Unternehmen können in diesem Fall, so #WDR360 Reporter Robin, das gezahlte Geld nicht nur zurückverlangen, sondern auch entstehende Folgekosten in Rechnung stellen.

Auch die Nutzung des Bots zur Pflege seines Instagram-Accounts hatte für Fleig ungeahnte Konsequenzen. So wurde vielen seiner tatsächlichen Follower und Freunde durch den Bot entfolgt, was diese verunsicherte.

Influencer polarisieren seit es sie gibt: Nicht nur ist es kein klassisch erlernbarer Beruf, sondern man findet auch zur Genüge Accounts, die dem Klischee einer substanzlosen und idealisierten digitalen Scheinwelt entsprechen. Letzten Endes tragen auch die Versuche, mit gekauften Followern und automatisierten Prozessen Karriere auf Instagram zu machen, zu dieser Polarisierung bei. Wer als Influencer die eigene Tätigkeit nicht entwerten will, sollte die Reichweite also ganz organisch aufbauen.

Sponcon: Mit Fake-Werbung zum Erfolg?

Doch nicht nur Likes und Follower können fake sein. Nach dem Motto „fake it till you make it” gibt es immer mehr Influencer, die Werbepartnerschaften vortäuschen. Das Phänomen, das schon im altehrwürdigen US-Magazin The Atlantic behandelt wurde, nennt sich „sponcon“, ein Portmanteau aus „sponsoring“ und „con“ (umgangssprachlich-englisch für „Schwindel“ oder „Betrug“). Hintergrund ist die Hoffnung der Influencer, die eigene Popularität durch scheinbare Werbeverträge genug zu steigern, um an tatsächliche Engagements zu kommen.

Zum Teil sind Influencer aber auch übervorsichtig: Aus Angst vor einer möglichen Abmahnung kennzeichnen sie völlig legitime redaktionelle Inhalte als Werbung – und das ohne jegliche manipulative Absicht.

Wie erkennt man als Unternehmen Fake-Influencer?

Unternehmen sollten ganz genau darauf achten, mit wem sie arbeiten. Fake-Influencer oder auch legitime Influencer, die nicht zu Unternehmensprofil passen, können entweder eine Fehlinvestition darstellen oder der Brand sogar schaden.

Als Online Marketing Agentur können wir Influencer qualitativ für Sie screenen. Mit einem fake follower check überprüfen wir in Ihrem Auftrag ein beliebiges Instagram-Profil auf Fakes. So können wir erfolgreiche Influencer-Kooperationen ganzheitlich für Sie abwickeln – oder Sie wenigstens bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern für Ihre Unternehmenszielsetzungen unterstützen.

Influencer Marketing

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Maxim Bollig
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